Sagt, .ehrwürd'ger Mann, wo liegt mein Vater, Wo hab't ihr den Leichnam aufbewahrt Klara schritt nun mit dem frommen Pater Zum Verblich'nen; ach er war erstarrt.

Unter einer dichtbemoosten Eiche,

Schlummerte so sanft und süß der Greis;

Ja hier ruhte Bruno's kalte Leiche,

Hingestreckt in ew'gen Todesschlaf.

Betend sank sie auf die Kniee nieder,

Und erfaßte die erstarrte Hand.

Offen standen feine Augenlieder,

Zu dem Himmel war sein Blick gewandt: Dank dir Gott! die letzte aller Pflichten Darf ich üben zwar im grimmen Schmerz, Meines theuren Vaters Blicke richten Selbst im Tode sich noch himmelwärts.

Diese Augen leise zuzudrücken,

Die sonst lieblich Wonne mir gelacht,

Ist vergönnt mir noch, o welch' Entzücken, Sonnenglanz ist ihnen dunk'le Nacht!" Klara's Zähren flössen auf dio Rechte

Bruno's, die sie küssend krampfhaft drückt; Knappen legten ihn auf eine Flechte,

Sinnig, reich mit Blumen ausgeschmückt.