„Tief gebeugt von seiner Sünden - Bürde,
Die vor Gott dem Herrn ihn schwer verklagt, Fragt er: ob ihm wohl Verzeihung würdet — Glaubt's, der arme Reuige verzagt;
Um den Gatten hat er Euch belogen,
Um das schönste Kleinod dieser Welt;
Doch bedenkt, daß er sich selbst betrogen,
Ihm ist alles Süße hier vergällt.
Seine Hoffnung ist ihm fehl geschlagen:
Daß er wähnte, gut durchdacht und schlau, Wie er nach verfloss'nen Trauer-Tagen Euch heirathen wolle, edle Frau!
Klara rief, von wildem Schmerz ergriffen:
,, Ich verzeihen? Gott, Gott mög' es ihm! Ha! dem Henker sey ein Dolch geschliffen! Rache! ruft mein Herz mit Ungestüm!"
Wo ihn sinden? rief sie mit Geberdcn
Der Verzweiflung und des Wahnsinns aus, Absolviren will ich ihn auf Erden!
Und so-stürzte sie zur Thür hinaus.
Da erschrak der Klausner ob der Rede,/-' .
Angstvoll griff er nach dem Mgerstab, Wankte trostlos nach der lieben Oede Von dem Berg in's stille Thal hinab.

