Des Gatten Wohlfahrt treu zu schützen,
Bestrebt sie sich, und sinnt und sinnt.
Sie wähnt den Besten zu besitzen,.
Ihm wallt, was ihr in Adern rinnt;
Sie öffnet die Arme voll Freud' und Verlangen, Und halt so das lieblichste Kleinod umfangen.
Sie würzet seine Lebenstage,
Und stillt des Kummers herben Schmerz; Verscheuchet jede laute Klage,
Gießt Balsam in sein wundes Herz;
Sein wartet und pflegt sie mit emsigem Streben, Mit zärtlicher Sorgfalt beschirmt sie sein Leben.
Sie ist die Quelle aller Freuden,
Nur sie verdient das beste Lob;
Geduldig trägt sie alle Leiden,
Womit das Schicksal sie umwob;
D'rum wage der Mensch nie von allen Gesetzen Das, eh'licher Liebe und Treu' zu verletzen.
Wenn Wahn des Gatten Sinn bethöret,
Der Ehe Heiligstes entehrt»
So seiner Gattin Herz empöret,
Ist er nicht ihrer Treue werth;
Gott schuf nicht dem Manne ein Wesen zum Weibe Als launiges Mittel zum Zeitvertreibe.

