10 §
Ueber alle Heeresmassen Hatte Nebel sich gelassen,
Dicht bezog er jene Fluren,
Die das Schlachtfeld rings umfassen, Purpurroth mit blut'gen Spuren;
Der Natur so schönes Bild Hatt' in Trauer sich verhüllt.
Endlich war der Sieg errungen,
Und dem Recht war es gelungen.
Frei war Deutschland vom Unholde,
Der sich hoch empor geschwungen,
Und ihm Fesseln schmieden wollte; Doch im Heer, das er erpreßt,
Hielt der Tod sein Emdtefest.
Heil Euch, vaterland'sche Krieger',
Heil! Heil Euch! glorreiche Sieger,
Mild nun strahl' des Friedens Sonne! Euch umschnaubt nicht mehr der Tiger;
Euer ist des Nachruhm's Wonne: Retter seyn des Vaterland's!
Euer ist der Lorbeerkranz!

