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Sehnsucht der Lreatur. (Röm. 8, 18 — 23.)
Senkt sich die Nacht mit Sternenaugen Tiefblickend auf das weite Feld,
So neigt mit leisen süßen Hauchen Die Liebe Gottes sich zur Welt.
Da regt sich stilles stummes Dehnen, Quellen und Bäume rauschen sacht;
In allen Fluren ist ein Sehnen,
Ein tiefes Sehnen aufgewacht.
Im stummen Beten um Erlösen Liegt seufzend alle Creatnr;
Es bebt der Dinge tiefstes Wesen Und harrt auf die Befreiung nur.
Du aber danke, daß dein Streiten Und deine ungestüme Gluth,
Daß all dein tiefgeheimstes Leiden Still in den Armen Gottes ruht.
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