Vierzehntes Kapitel.

Statt des vielen Schönen aber, das ich Ro­salien sagen wollte, kam mit großer Mühe end­lich noch die höchstordinäre Ausrufung über meine Lippen: ,, Sie werden ja tagtäglich schö­ner ! u

,,Ergebenste Dienerin» ! Das möchte nicht schaden. Sie können aber überhaupt nicht dar­über urtheilen, Herr Wilin. Zn der Zeit, daß Sie nicht dagewesen sind, muß ein Mädchen von meinem Alter wohl etwas vorwärts kom­men. Man wächst wenigstens, wenn es auch mit der Schönheit nicht fortwill."

Die zierliche Einwendung jedoch , die ich hierauf wieder machen wollte, artete in das plumpste: ,, Ey, nun nun ! " aus.

,, Eine Schande " fuhr Rosalie fort, ,, bleibr es immer, daß Sie uns so auf sich warten lassen! "

/,Sie mögen auch recht auf mich gewartet haben! " sagte ich , albern genug.

// Nein / Sie verdienen es gar nicht, Herr Wilm! Wie oft wir von Ihnen gesprochen ha­ben. Erinnern Sie sich wohl noch an das eine Mahl/ wie Sie kamen/ und die Altern ausge­fahren fanden / und wir beyde den ganzen Nach-