gegenseitig, daß wir für einander geboren zu seyn glaubten. Auch die Altern nahmen meine Bitte um ihrer Tochter Hand wohlgefällig auf. Ich konnte ihnen schriftliche Beweise vorzeigen daß der nun verstorbene Onkel mich in allem was ich unternehmen würde, zu unterstützen be­reit war, und sie weideten sich um so mehr an dieser Aussicht, weil damahls alle Hoffnungen auf Rückkehr in's Vaterland und Wiedererlan­gung chrer Güter verloschen schienen."

Sechstes Kapitel.

Feder Tag zeigte mir Klaudinen von schöner» Seiren. Der Onkel besuchte mich, und sie ge­wann seine Zuneigung ebenfalls. Er reifete mit der Versicherung ab, daß wir von ihm alles Gute erwarten könnten-"

Jetzt mit Einemmahle fingen Klaudinens Altern an kälter zu werden. Sie hatte oft ver- wemte Augen wenn ich kam- Der Sturz der herrschenden Parthei in Frankreich regte Hoff­nungen in ihren Ältern auf. Sie sprachen schon von ihrem Ausstreichen aus der Liste der Aus­gewanderten , und von einer neuen, schönen Zeit, die ihnen alles in Deutschland erlittene Ungemach au§ dem Gedachtniß bringen würde."