Vierzehntes Kapitel.
„ E)as verwünschte Portrait'-^ waren meine Gedanken- „Wahrscheinlich will sie deßhalbgar nicht nach Leipzig. Wenigstens laßt sich das wieder gut machen. Kann ich doch/ wenn sie sich durchaus zu kommen weigert, schon allenfalls vollends zu ihr reisen, und sie überzeugen, daß Mein Bild gelogen hat! "
,, Nur um Gotteswillen , alles Aufsehen möglichst vermieden! " rief Herr Wohlherz dem Kellner noch hintennach, und kam wieder zu Mir herüber.
,, Verzeihen Sie, u sprach der betrübte Vater- „Alle diese Unterbrechungen sind Folgen von dem unglücklichen Ereignisse. Ich wollte, da ich dein Mädchen oft zu Gemüthe geführt hatte, daß man sich an ein widriges Gesicht geivohne, sie aber immer nicht hörte, endlich väterlichen Ernst brauchen. Ich bringe sie auch wirklich mit hierher- Seit diesem Vormittag jedoch ist sie —nicht nach Hause gekommen. Ich habe schon alles zu ihrer Wiedererlangung aufgebothen, vergebens. Denken Sie daher Meine Unruhe, denn welcher Vater fürchtete bey solcher Gelegenheit nicht immer das Ärgste ? In diesem Augenblicke erfahre ich aber wenigstens

