ftreimcmwct zwar nicht für jung, aber doch für jünger aU' das Christenrhum halten, die obige Frage bejahen; so muß ich mir noch eine Frage erlauben: ob sie nämlich das Christenthum für eine natürliche, oder für eine überr narürlich gcoffenbarte Religion ansehen ? Im ersten Falle, denke ich, kommt cs doch wohl nicht darauf au, ob der zum Freimaurer aufzunehmende Bekenner der natürlichen Religion diese in der Schule von Christus, von @01 cratcs, oder von einem andern Meister erlernt habe? Im andern Falle aber muß ich gchorsamst bemerken, daß der Logenmcister den Aufzunchmcnden zwar fragen last fen dürfe, ob er ein Christ sey, so wie er ihn fragen lassen darf, ob er ein Jude sey? aber daß er sehr Um recht haben würde, ihn darum zurückzu weisen, weil er das Christenthum für keine wahre, geoffenbarte, posi» live Religion, oder für keinen, ihn ansprechenden kirch/ liehen Verein hält; denn in kirchliche Vereine darf sich ja die Freimaurerei eben so wenig, als in politische, eine mischen! Die Freimaurerei ist ein thcosophisch- ethischr k osmopolitisches Institut, und sie steht daher, wie zumal den Brüdern der Loge Socrates in Frankfurt bekannt seyn muß, mit allen großen Mänr ncrn, die wir als große moralische Baumeister verehren, in Verbindung. Es heißt in der That den von unserm Vr., dem großen Lcssing, mit dem Griffel der Wahr- heit gezeichneten Werth der Freimaurerei verkennen, und so blind seyn, daß man die Lücke, welche Staatsver, eine, Kirchcnvereiue und andere profane Vereine dem Verehrer der Menschheit übrig lassen, nicht bemerken

