( 5 )

selbst theurer, als jene vergängliche Schön­heit, mit der die eitle Thorheit sich brü- ster, welche, ohne innere, feste Tugend und sittlichen Gehalt so mancher Unkun­digen und Gefallsüchtigen schon oft da§ Grab der Ruhe, der Freude und Ehre bereitete»

Ein Vater mit frommer Seele, ge­treu im Dienste seiner Pflichten- ohne Fehl in seinem Wandel, erfahren und lieb­reich, voll weisen Rathes und ernster War- ' nung; eine Mutter mit weichem, zärt­lichem, religiösem Sinne, der die reine, unschuldsvolle Gemüthsbildnng eines weib­lichen Wesens als die rechte Frauenwürde erschien, diese beiden veredelten Seelen waren der Kindheit Susanna's wie Engel zugesellt, die sie, nach Seele und Leib, vor jeder Verkrüppelung und Verwahrlo­sung bewahren sollten.

Außer der Mutter besorgte die körper­liche Pflege und Aufsicht der geliebten Tochter eine erprobte, bedächtige und vor­sichtige Wärterin, mit Namen Elisabeth,