( 39 >
wartet, das sie sich in ihren Einbildungen erzauberte. Wenn dies wäre, und ihm ' fehlte die Tugend, wenn er auch alle andern Vorzüge seines Geschlechts besäße, würdest Du die Wahl Deiner Tochter billigen? Würdest Du sie den Armen eines »überlassen, dem das Heilige nicht heilig ist, dem die erste aller Eigenschaften fehlt, die Friede, Freude und Treue ins eheliche Leben bringt, seine Bitterkeiten versüßt und es zur Uebungsschule ehrwürdiger Pflichten erhebt, in deeen Glanz wir würdig euf der Bahn zum Himmel gehen? Du weißt's, in Babylon, der lasterreichen Stadt, wo man sich der Frechheit aller Art, die sich mit dreister Stirn geheimer Sünden rühmt, nrcht schämt, wo Heiden abscheuliche Gräuel üben , die Manche unseres Volks beflecken, kann man Unschuld, Keuschheit und reine Seelen, die sie lieben, nur selten finden. Was hat es unS für Mühe gekostet, unsere Tochter vor dem ansteckenden Gifte der Verführung zu bewahren! Wrr hier mit Wahrheit sagen

