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den sie am meisten von allen ihren Blumen liebte. Dann öffnete sie die Thür, die zum Wohnzimmer führte, um zu sehen, ob Frau von Reichenbach schon dort wäre. Die Tante war auch wirklich schon auf und so eben mit dem Ordnen des Frühstücktisches beschäftigt.Nun da bist Du ja, Rosa!" rief sie ihrer Nichte entgegen;unser Mädchen sagte mir vorhin, Du seist nicht mehr in Deinem Zimmer." Rosa war etwas verlegen und um dies zu verbergen, erwi­derte sie ausweichend:O was ist das heute für ein herrlicher Morgen, liebe Tante, er ist des Maies würdig."

Ja, unsere Reise wird eine recht angenehme sein," antwortete diese;der Wagen des Onkels ist gewiß bald hier, denn ich habe geschrieben, sie möchten ihn recht früh schicken."

Rosa antwortete nicht. Wie gern hätte sie den Augen­blick ihrer Abreise noch weiter hinausgeschoben! Endlich sagte sie leise:Du hättest das Haus doch nicht verkaufen sollen"

Ach," unterbrach sie die Tante,was sollen wir mit dem Hause? Es würde uns nur eine Last sein, denn be­nutzen könnten wir es ja doch nicht."

Nach dem Frühstück besorgte Frau von Reichenbach noch einige Geschäfte und kaum hatte sie das letzte derselben beendet, als man das Gerassel eines Wagens hörte.

Das ist der Wagen des Onkels," sagte die Tante freudig und an das Fenster tretend:Gottlob, daß wir doch