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gerade für die Liebe?" Ich schwieg; was hätte ich ihm auch darauf erwiedern sollen?
Wir hatten uns jetzt mit der Gesellschaft vereinigt, welche sich um einen großen, runden Platz im Garten pla- cirt hatte. Das Feuerwerk begann und nahm sich wunderbar schön in der stillen Nacht aus, so daß ich, welche noch nie etwas Aehnliches gesehen hatte, entzückt ausrief: „O, wie herrlich!". Alle sahen sich erstaunt nach mir um, und indem ich erröthend den Blick zur Erde senkte, drängte sich mir unwillkürlich die Frage auf: „Begeht man denn hier ein Unrecht, wenn man sich freut, oder wenigstens, wenn man seine Freude äußert?"
Nachdem das Feuerwerk vorüber war, kehrten wir nach Hause zurück und denke nur, Herr von Steineck sagte, indem er sich mir empfahl, daß er wünsche, bald wieder das Vergnügen zu haben, in meiner Gesellschaft zu sein.
Ich weiß nicht, liebe Elise, ob ich dies gesellige Leben schön finden soll oder nicht. Für mich hat es wenigstens noch den Reiz der Neuheit, aber ich glaube, es ermüdet und langweilt auf die Dauer. Nun lebe wohl, meine beste Freundin, denn der Morgen dämmert bereits, und sei versichert, daß sich nur an Deinem Herzen wahrhaft glücklich fühlt
Deine Rosa.

