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nung zusammen, denn sie fühlte es deutlich, daß sich in diesem Augenblicke zwei Nebenbuhlerinnen gegenüberstanden, von denen der einen der Vorzug gegeben war. Ihre Freude war für diesen Abend gestört, denn das Bewußtsein, einem Menschen, obgleich ohne ihre Schuld, Schmerz zu verursachen, betrübte sie in tiefster Seele.

Es war schon ziemlich spät und doch fast noch der größte Theil der Gesellschaft beisammen. Rosa fühlte sich nicht wohl und bat ihre Tante um Erlaubniß, sich nach ihrem Zimmer zu begeben. Still und unbemerkt verließ sie den Saal, und wollte eben die Thür des Vorzimmers offnen, als sie schnelle Schritte hinter sich vernahm.Aber mein Gott," rief Nordeck, der ihr Gehen bemerkt hatte und ihr gefolgt war.Sie werden sich erkälten, Sie sind so heiß. Erlauben Sie" und er umhüllte sie mit einem Shawl, der auf einem Stuhle lag. Rosa nahm Nordeck's ihr dar­gebotenen Arm an, und stieg, von ihm begleitet, die Treppe hinauf. Er fühlte ihres Athem's Wehen, ihre kleine Hand berührte die seine und Rosa bemerkte ein leises Zittern der letzteren.

Ich danke Ihnen," flüsterte sie, als sie die Thür ihres Zimmers erreicht hatten, und Nordeck drückte einen leisen Kuß auf die ihm dargereichte Hand.