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Rosa wollte eben eine ausweichende Antwort geben, -a sie sich jetzt durchaus nicht in einer für Vergnügungen günstigen Stimmung befand, aber Frau von Lindau verschloß ihr lächelnd den Mund und sagte: „Nein, liebe Rosa, es ist heute mein Geburtstag, und an dem werden Sie mich doch nicht betrüben wollen? " Sie blickte dabei Rosa bittend an, und diese, welche daran dachte, daß sie diese liebe Frau nicht mehr oft sehen würde, und auch Lucien gern ein Vergnügen bereiten wollte, versprach endlich, zu kommen.
Aller Blicke richteten sich auf Rosa und Lucie, als diese am Abend desselben Tages in den glänzend erleuchteten, mit vornehmer Gesellschaft gefüllten Saal der Baronin Lindau traten.
Rosa war einfach in schwarze Seide gekleidet, da sie nicht tanzen wollte; um so lichter und strahlender erschien daher Lucie neben ihr. Sie glich einer Nymphe, die eben aus einer kühlen Quelle heraufgestiegen war, um mit ihren Schwestern einen luftigen Tanz im dunkeln Waldesgrün beim Mondenlichte aufzuführen. Ein weißes Kleid umwallte sie, das die reizenden Formen ihrer Gestalt ausprägte, und Wasserlilien, so himmelblau wie ihre Augen, bildeten zu ihren goldenen Haaren einen lieblichen Contrast. So trat sie in die Gesellschaft.
„Da ist ja Frau von Steineck wieder," flüsterte Melanie, die jetzt Frau von Grünheim hieß, da sie Arthur's Gattin geworden war. ihrer Cousine zu.
„Nun, ihr Gemahl wird sich nicht gerade sehr über

