Hals der Flasche hinein, und wie er auch auf diese Wei­se nichts mehr erhielt, suchte er die Flasche umzuwer- fen. Er entdeckte bald, daß dieß Nicht angehen würde. Nun nahm er allen Staub und Sand, den er im Ztm- mer finden konnte, und häufte denselben diryt bet der Flasche auf. Hierauf rhat er nun eine Pfote voll Sand tu die Flasche, und hielt zugleich seine Lippen dicht an den Rand derselben, um das Herausfliessende Getränk aufzusaugen. Er bekam auf diese Werse so viel Brannt­wein , um völlig berauscht zu werden.

Der Barenpavian.

Eine eigne Art Pavian; den Bärenpavian findet man häufig auf dem Vorgebirge der guti<l Hoff­nung , wo sie auf den Bergen m grossen Trupps beisam­men leben. Man findet Haufen von vier und mehr hun­dert beisammen, die zuweilen den Reisenden gefährlich werden, und Steine von den Bergen herabroAen, wes­halb man sie mit einer Flinte entfernt halten muß. Nä­hert sich ihnen jemand, so erheben sie ein allgemeines gräßliches Geschrei, ein bis zwei Minuten lang, und bann schweigen sie gänzlich stille, und verbergen sich in ihre Schlupfwinkel. Zm Plündern der Gärten und Pstan- zungen sind sie so verschmitzt, wie andere, schon erwähn­te Affen, und stellen ihre Posten und Schildwachen aus, die, wenn Gefahr ist, ein minutenlanges Geschrei erhe- ben, worauf sich dann der ganze Trupp entfernt, indem die Zungen den Alten auf den Rücken springen, und sich anhalten. Eine Art Zwiebelgewächse, die sie sehr gern fressen, wissen sie auszugraben und zu schälen.

Wegen ihrer Klugheit und Verschlagenheit sollen die Hottentotten von ihnen die nähmliche Meinung ge­habt haben, welche die Negern von manchen andern Af­fenarten noch jetzt haben nahmlich, daß sie wohl spre­chen könnten, sie unterliessen es aber, aus Furcht zu Sklaven gemacht zu werden. Zung gefangen, lassen sie sich zu mancherlei Künsten abrichken, und bewachen auch das Haus ihrer Herren, wie ein Hund. Wie gewannt diese Thiers sind, davon erzählt Thunberg ein Beispiel.