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einer dem andern die gestohlnen Aepfel oder Melonen zu­reicht. Gewöhnlich findet man dieselben in größer» Hau­fen beisammen, und die großen Paviane sind so stark, daß einer davon drei Menschen würde zu schaffen machen. Diese werden aber auch drei und vier Fuß groß, und las­sen sich fast niemals zähmen.

Bei dem M a n d r i k l fließt fast beständig ein Schleim oder ein Rotz aus der Nase, den er mit seiner Zunge aufleckt. Man findet diesen Pavian in Afrika, und es geht derselbe sehr häufig bloß auf den Hinter­beinen.

Der schwarze Pavian.

Eine Art schwarzer Paviane, welche sich auf Malabar findet, hat glänzendes Haar und euren um das Kinn herumlaufenden weissen Bart, der eine Span­ne lang ist. Die andern Affen sollen vor diesen eine gros­se Ehrfurcht haben, und sich ihnen mit tiefer Demuth erniedrigen. Die malabarischen Fürsten schätzen diesel­ben sehr hoch, weil sie vielen Verstand zu besitzen schei­nen, und sich zu mancherlei Spielen und Künsten erzie­hen lassen. Vielleicht ist es dieselbe oder eine verwandte Art schwarzer Paviane, welche man auch in Südafrika findet, und welche die Größe eines Schäferhundes, ei­gentlich zwar ein graues Haar, aber dabei ein schwarzes Gesicht hat.

Auf dem Schiffe, auf welchem Hr. Degrandpre sich befand, war ein solcher weiblicher Pavian, der durch die erlittenen Neckereien höchst boshaft geworden war. Er liebte den Anisbranntwein außerordentlich. Um den Scharfsinn desselben zu erproben, ließ De­grandpre eine mit diesem Getränk angefüllre Flasche, vermittelst Bindfaden und warmer Pechlappen auf den Boden der Cajüte befestigen, und versteckte sich dann hinter einen Vorhang. Den Affen lockte die Neugier, und bald auch der Geruch der Bouteille. Er inachte ei­nige wunderliche Freudensprünge und seltsame Grimas- len über den Fund; leckte daun so viel, als anging, auS der Flasche heraus, steckte hierauf feine Finger in den