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aufgeheitert werden, daß sie mehr thun, als ein Pferd, welchem man die Sporen gibr. Je mehr die -Führer die sich in diesem Geschäfte ablösen singen und pfeifen, und je stärker, um desto rascher geht daS Kameel seinen Schritt, und es steht stille, wenn die aufmunkernde Mu­sik aufhört. Man bedient sich dieses Mittels vorzüglich dann gern, wenn verstärkte Märsche und größere Tage­reisen gemacht werden sollen. Ist man bis zu dem ge­wünschten Fleck gekommen, dann hört man zu singen auf das Kameel steht stille, utib hockt mit seiner ganzen Last auf dem Bauche nieder, damit man ihm seine Packen löse, zwischen welchen es oft vor großer Müdigkeit so­gleich emschläft.

Wie die Haare dieses Thieres benutzt werden, ist be­reits angeführt. Doch macht man auch m Persien feine Gürtel, manche von 30 Thaler Werth, daraus; Hüte werden ebenfalls daraus verfertigt; verschiedene Tartaren im Asirachanschen spinnen Garn daraus, aus welchem sie eine Arr Zeug zu Sommerröcken weben. Vorzüglich sind die Weiber der Kalmücken sehr geübte Weberinnen in Kameelhaarengarn. Bei den vornehmen Persern sind die Fußdecken aus Kameelhaaren; aus der Haut derselben verfertigt man in der Türkei Chagrin, und in vielen Ge­genden Asiens werden die Kameelhäute als Wasserbehälter zu Krügen und Schläuchen benutzt,, und die Schwanz­haare zu Bürsten, und außerdem, daß der Kameelmist d«e Holzfeuerung ersetzt, wird auch auS dem Russe von die­sem Feuer Salmiak bereiter.

Man hat verschiedentlich behauptet, daß dieses Thier auch in unfern Gegenden fortkomrnen würde, zunial da man bei uns Junge davon gezogen hat; allein das ist noch nicht hinlänglich, daß man mit großer Mühe und Wartung ein solches Thier bei uns durchzubringen im Stande ist es kommt darauf an, ob es bei unS eben so nützlich, wie Pferd und Ochse werden, und eben so gut, wie diese hier ausdauern könnte, und daran läßt sich aus Gründen sehr zweifeln.

Cs ist noch merkwürdig daß dieses Thier den Buchs­baum sehr lieben soll , von welchem es gleichwohl stirbt.

Wir wollen unfern Lesern insbesondre noch die Nach­richten mittheilen, die Hr. Golbery von den Drome-