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Riegel zerbrochen sind. Um dreß zu verhören, schlägt man gewöhnlich große und weit hervorragende Nägel in die Stadtchore. Auch setzen diese Elephanren Soldaten über die Flüsse, indem sich diese an das Gepäck, an die Ohren und an den Schwanz dieser Thiere anhalten. Eben­falls müssen die Elephanten das grobe Geschütz, welches durch Ochsen und Pferde über die Gebirge geschafft^wird, transportiren helfen; sie schieben nämlich mit der Stirne nach, und sichern das Fuhrwerk gegen das Zurückrollen, endem sie die Knie gegen die Räder anstemmen.

Auch als Scharfrichter werden die Elephanten in Indien gebraucht. Sie nehmen, wie es ihnen geheissen wird, den Verbrecher mir dem Rüssel, schleudern ihn in die Hohe, zerbrechen ihm damit alle Glieder schnel­ler oder langsamer im Leibe, oder durchbohren ihn mit ihren Hauern, und zerstampfen ihn Mit den Füssen. Alles genau so, wie es verlangt wird. Es scheint, als ob er jedes Wort seines Herrn verstehe. Soll er jemand bange machen, so geht er wüthend auf ihn ein, als ob er ihn zerschmettern wolle; soll er jemand beleidigen, so bespritzt er denselben mit Koch und Gassenwasser, wel-, ches er in seinem Rüssel aufsaugt.

Alle ehemaligen Kriege großer asiatischer Monar­chen wurden mit Elephanten geführt, wie bereits er­wähnt ist. Die Römer, die anfangs vor diesen Unge­heuern erschrocken, lernten bald ihre Eingriffe bloß auf den Führer, des Elephanten richten, und dieser mußte sich, wenn er sich von den Seinen abgeschnitten sähe oder verwundet war, mit seinem Thiere ergeben. Da aber, wo das europäische Feuergewehr die Schlachten entschei­det, darf man sich ihrer nicht mehr bedienen. Sie wer­den scheu und wild, und setzen alles in Verwirrung. Doch sollen einige ceylonische Elephanten durch viele Mü­he abgerlchtet werden, auch das Feuergewehr nicht zu scheuen. Man feuert, bis sie es unerschrocken halten fernen, Feilergewehre auf sie ab, und wirft ihnen Feuer­schläge unter die Beine. Gewöhnlicher dienen sie jetzt bei den indischen Großen, darauf auszureiten oder bei den Reisen den Harem, in vergitterten und behangenen Behältern zu transportiren. Dazu ist der Elephanr vor­züglich geschickt, da erfaßt nie stolpern soll, indem er