rz6

und zu Magazinen oder zur Aufbewahrung der Lebens­mittel dienen.

Anfangs, wie schon erwähnt ist, erscheinen diese Hügel wie kegelförmige Thürme, etwa einen Fuß hoch. Dann fuhren die Insekten in einer geringen Entkernung andere Thürme auf, deren Anzahl immer vergrößert, und deren Grundfläche immer erweitert wird. Diejenigen, die nachmals in die Mirre des Hügels zu stehen kommen, werden von ihnen am höchsten gebaut, und die Zwischen­räume zwischen den Hügeln von den Insekten ausgefüllt (ohne Zweifel ist auch dieser Raum zweckmässig be­nutzt), und so bildet sich zuletzt die einzige große Kuppel daraus.

Im Innern zeigt die Termitenstadt eine Menge von Höhlen , Gängen, Gallerten, Treppen und Brücken. Die größern Eingänge dazu haben oftmals eine dreizehn Zoll weite Mündung, und also über einen Fuß im Durch­messer. Der hauptsächlichste und wichtigste Theil deS In­nern, zu welchem diese Gänge führen, ist das grosse Zimmer für die Königin.

DaS Aparrement der Königin, fast im Mittel­punkt des Hügels gelegen, ist von ovaler Form, aus glattem festen Thon, wie ein Gewölbe gebildet und hat die Höhe der gemeinschaftlichen Grundfläche des Bodens. Man fleht, daß also auch hier, wie bei dem Menschen, das Vornehme hohe Zimmer und Gebäude bewohnt. Es ist inwendig wie ein halbes Ei gestaltet, oder etwa auch wie ein langer Backofen. Bel jungen Königinnen halt dieses Zimmer etwas über einen Zoll im Durchmesser, aber es wird, mit der Königin selbst, nach und nach er­weitert, und halt endlich wohl acht Zoll rm Durchmesser, indem die Königin mit dem Alter an Größe, namentlich des Hinterleibes zunimmt.

Die Eier, welche die Königin legt, werden so­gleich durch ihre Bedienten, welche Arbeitstermiten sind, von ihrem Körper abgenommen. D»ese warten gleich­sam immer in den dem königlichen Zitymer zunächst gele­genen Zimmern und Gallerien, und tragen die Eier in besondere Erziehungszirnmer und Zellen, wo die jungen, so bald sie ausgebrüret sind, gewartet und mir allem Nothwendigen versehen werden, bis sie herangewachsen