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wieder fett und voll zu werden; denn in der That be­merkt man nicht bloß eine blosse Aufgeblasenheit durch die Luft, sondern eS hat mehr den Schein von wirklichem Fette und Wohlbeleibtheit.

Ist das Thier fast gänzlich luftleer, oder welches hier gleichbedeutend ist, sehr zusammengefallen, und kann kaum nur noch sein Leben erhalten, dann «st es bis zum Erstaunen mager, und diese Magerkeit fällt besonders dann auf, wenn das Thier Bewegungen macht, und vorzüglich , wenn es sich windet. Es ist dann wie ein leerer Sack, welchen man ausgewunden hat. DaS Rück­grad wird ganz spitzig, und die Haut der Seiten scheint sich zu berühren, oder doch an den Knochen wie ange­trocknet zu seyn.

Um zu erfahren, ob wirklich das Thier von der Luft lebe, hat man grausame Versuche mehr als einmal ge­macht , dre man sich hätte ersparen können so bald man wußte, daß dieses kleine Geschöpf von Insekten lebt. Man hat höchstens dadurch nur so viel erfahren, wie lange das Thier aushält ohne Nahrungsmittel, ehe eS ganz verhungert. Diese Versuche hat Golberry umständ­lich wiederholt.

Er nahm 7 Chamäleons, von welchen er fünf in Käfige einsperrte, die mit feiner Gaze überzogen waren, so daß kein Insekt hindurch konnte. IedeS Thier hatte seinen eigenen Käfig. Diese fünf Käfige hin'gen in Schnu­ren an der Decke der Zimmer, und die Schnuren liefen mit ihren Enden in einen Kasten zusammen, den er ver- fchliesien konnte, so daß also diese Thiere niemand zu füttern im Stande war.

Diese Kasten wurden numerirt, und den isten No­vember des genannten Jahrs 1786 die Versuche ange­fangen, und die armen, zum schmerzenvollen Hungertode verdammten Gefangenen alle 24 Stunden viermal be­sehen.

In wenigen Tagen wurden sie mager und erhiel­ten jene schwarzgraue Farbe. Aber dann blieben sie in diesem Zustande wohl vier Wochen^ ohne dah man eine größere und bemerkbarere Abnahme ihrer Kräfte gewahr werden konnte. «