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schien es bei völliger Gesundheit und Kraft zu seyn, und am Ende dieses Monats hatte eS sich an eine» andern Ort hm begeben.
Die beiden übrigen Chamäleons von den eingefangenen sieben wurden in einem Käsig zusammen gesperrt , und ebenfalls ohne Futter gelassen.
Sie nahmen sogleich nach der Einsperrung feindselige Gesinnungen an, stellten sich einander gegenüber und sahen sich stier an, und bliesen den Hauch gegen einander auS. Lange blieben sie in dieser Stellung, und ihre Blicke verriethen, daß sie sehr zornig waren, und daß sie sich vor einander fürchteten. Den ganzen Tag über blieben sie in der feindseligen bedrohenden Stellung, und erst am Abend kroch das eine sehr langsam oben in den Käsig hinauf, das andre aber blieb unten. Aber auch in dieser weiten Entfernung hatten sie die zornigen Blicke noch auf einander gerichtet, der Mund war aufgesperrt, und das Hauchen und Blasen dauerte lebhaft fort.
Am andern Tage früh befanden sich beide noch in der nämlichen Stellung und an den nämlichen Orten, wo sie sich des Abends zuvor befanden; aber es war in der Nacht zu einem lebhaften Kampf gekommen, wie denn dieß leicht durch die Spuren von Wunden und Bissen auf der Haut verrathen wurde. Dasjenige, welches im Käfig zu oberst saß, war am ärgsten zugerichtet.
Diesen ganzen Tag über fiel nichts zwischen den beiden Thieren vor; das schwächste blieb oben in seinem Käsig, und das stärkere behauptete den untern Theil desselben. Der ganze Tag verging in einer Art Unbeweglichkeit, wobei sie sich jedoch immer einander ansahen, und sich ihren Athem wechselswerse mit vieler Anstrengung zubliesen.
Man konnte es im voraus vermuthen, daß es eine Bataille zur Nacht setzen würde, und versteckte zu dem Ende ein angezündetes Licht im benachbarten Zimmer, um sie mitten in der Schlacht zu überraschen. Es dauerte ui der That auch beim Einbruch der Nacht nicht lange, als ein Geräusch hörbar wurde; es war kein Geschrei, aber wohl eine Unruhe in dem Käfig, eine dumpfe Bewegung und ein sehr starkes Aushanchen des Alhems. —-

