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mit den Blattern der Roßkastanie der Fall ist, mit welchen sie überhaupt viele Ähnlichkeit haben sollen.
An den alten Baobabs haben weder die horizontal aus dem Stamme hervorgehenden Hauptäste, noch die aus diesen entspriessenden Zweige, viele Blätter. An den Zweigen wachsen Schößlinge, von zwei bis drei Zoll utt Durchmesser, in sehr großer Menge senkrecht in die Höhe, und diese Schößlinge sind mit einer großen Zahl Blätter bedeckt.
Es bildet also auf diese Weise der Baum einen großen, mit herrlichem Grün umkränzten Dom, einen wahren Laubpallast. Indessen nimmt, wie gesagt, der Baum nur mit den Jahrhunderten, die er durchlebt, diese Gestalt an, da er hingegen in seiner Zugend unser« Bäumen sehr ähnlich ist.
Da wir einmal von diesem Riesen des Pflanzenreichs unsern Lesern eine Beschreibung gegeben haben, so wollen wir zur Vergleichung gleichsam noch Einiges von einigen ausserordentlich großen Bäumen Europas beibringen, die freilich aber in einer solchen Vergleichung verlieren müssen. Indessen man sieht doch, was schon aus unsern großwüchsigen Bäumen werden kann, wenn sie günstige Umstände für ihre Ausbildung antreffen. Jedoch darf man freilich nicht vergessen, daß wir hier nur von Ausnahmen sprechen, da wir hingegen beim Baobab von der Regel sprachen.
Zu denjenigen Bäumen , welche vorzüglich dazu geeignet sind, einen bedeutenden Wuchs zu bekommen, gehören vorzüglich Kastanien, Linden und Eichen, und auch derAhorn.
Die Burg zu Tho rnsoll der Landmeister desteut- schen Ordens Herrman Balk zuerst (im Jahre 1231) auf einer ungeheuren Eiche angelegt haben. Er ließ die meisten Zweige derselben abschlagen, und Erker und Zinnen darauf erbauen. Er soll alsdann sieben Brüder mit ihren Knechten zur Besatzung darauf gestellt, und nur einen einzigen Zugang dazu gelassen haben.

