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Eine ähnliche große Eiche stand sonst im Dorfe Oppen bei Wehlau in Preußen. Sie hielt achtzehn Fuß im Durmesser, und also 54 Fuß im Umfang, und der Stamm war so hohl, daß der Herzog Albrecht in Preußen und fein Sohn dieselbe als Reitbahn benutzt, und ihre Pferde darum herumgetummelt haben sotten, doch mag eS mit diesem Herumtummeln wohl eben nicht sehr viel zu bedeuten gehabt haben; so groß die Höhlung auch war, für das Herumtummeln darum mit einem Pferde war sie doch gewiß sehr klein.
Eine andere Elche, welche zu M 0 r l l in Chesire in Großbrlttannien stand, und erst im Jahre 179Z von dem damaligen Besitzer umgeschlagen wurde, hielt 14 engl. Yards, oder 4.3 Schuh rheinl.»m Umfang, und also etwa »4 Schuh im Durchmesser. Einer ihrer Zweige hielt 220 Fuß Länge (???) Die Höhlung innerhalb derselben wurde als Viehstall gebraucht. Man wollte in jener Gegend nach Chroniken und Traditionen gewiß wissen, daß dieselbe weit über achthundert Jahre alt wäre. Beim Umschlagen gab sie io 5 o Kubikfuß gutes Eichenholz. Drei andere Bäume, von gleicher Größe, nämlich 14 Ellen Umfang, wurden im Jahre 1612 daselbst umgerissen durch ernen Sturmwind.
Auf der Insel Stanchio oder Stingo, dem ehemaligen, Cos, ist noch ein Ahornbaum, welcher den Marktplatz des ganzen Städtchens überschattet. Der Stamm des BaumS scheint nicht so ausserordentlich denn er halt nur 28 Fuß im Umfang; allein desto bewun- dernswerther scheint seine Krone, unter welcher über zwanzig größere und kleinere Häuser stehen. Der Hauptäste des Baums sind 4 ? und mehrere darunter stärker, als daß sie ein Mann umklaftern könnte. Man hat dieselben mit Säulen von Marmor und Granit unterstützt. Dieser angenehme Baum versammelt des Abends die Bewohner des Oertchens, unter sein dichtes und kühles Laubdach, m vertraulichen Gesprächen, und zu emer angenehmen Promenade.
Unter den Linden Teutschlands ist schon fett undenklichen Zeiten die zu Neustadt an der Kocherim Würtembergischen berühmt. Schon rm Zähe 1292 war sie als eine große Lmde bekannt, unh man sichtbar«

