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über Lv Meilen von seiner Mündung salzig findet, we- gen des eigetretenen Seewassers.

In dieser Regenzeit scheint der Gummibaum eine Menge Feuchtigkeit aufzunehmen, und zu verarbeiten, und nach Beendigung derselben, wenn das Wasser im Ab­läufen ist, und alles nun trocken zu werden beginnt, fangt auch aus dem Stamme, und aus den Hauptästen des Gummibaums der Gummi an auSzuschwitzen. An­fänglich hat dieser Saft eine flüssigere Natur, und rinnt an den Bäumen herab; allem nach 14 Tagen wird er fester, und bleibt an den Ritzen, aus welchen er hervor- brlchl, hängen. Gewöhnlich hat derselbe eine Tropfen­förmige Gestalt, wiewohl er auch zuweilen wurmförmig gewunden ist. Kommt dieser Saft nun aus weissen Gum- mibäumen, so »st er selbst auch weiß, bei den rothen hin­gegen hat er ein Orangegelb, welches ein wenig ins Ro­the fällt. Uebrigens find diese Gummitropfen durchsich­tig, glänzend auf dem Bruche, und wenn man dieselben einige Augenblicke im Munde gehabt hat, so hell und glänzend, wie Kristall.

Man macht, um das Gummiharz der Baume zu gewinnen, in verschiedenen andern Erdgegenden Ein­schnitte oder doch Ritzen in die Bäume; hier ist das aber keineswegs nöthig, da wegen des Uebergangs der regne­rischen Iahrszeit zu einer äußerst trocknen die feinsten Ritzen der Bäume sich selbst erweitern, und dem Gum­mi emen freyen Ausfluß verstatten. Es fangen nämlich gegen die Mitte des NovenHers zu die trocknen und scharfen Nord-und Nordostwinde an zu wehen, die zwei Drittheile des Tages glühend heiß, Nachts aber und Morgens kalt sind.

Diese Wrnde herrschen fast ,n ganz Afrika, und sind unter dem Namen Harmattan in Guinea bekannt genug. An vielen Orten ist dieser Wind von einem Ne­bel begleitet, der, nicht wie unsere gewöhnlichen Nebel, feucht, sondern trocken wie im Sommer unser Höhen­rauch (Hederauch, Heiderauch) und so dick ist, daß nur selten die Sonne ihn durchbrechen kann. Während die­ser Wind weht, vertrocknet in vielen Gegenden alles. Viele Zweige größerer Bäume verdorren, die Früchte