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und mithin sind die armen Verkäufer um viermal de- Preises bevortheilt.
Ein solcher Kantar wird, wenn man die Geschenke, welche den Oberhäuptern der Stämme gemacht werden müssen, mit einrechner, mit 15 Stück Guinees bezahlt. — Dieß sind indische mit Indigo blau gefärbte baumwollene Zeuge, deren jedes Stück sieben bis acht Ellen lang, und eine halbe Elle breit ist. Ein solches Stück kostet etwa fünf bis sechs Thaler, und man hat also 2000 Pfund Gummi für etwa 80 Thaler.
Mir diesen Guine-s suchten die Franzosen die Mauren auch zu betrügen, indem sie disfe Zeuge in Frankreich nachmachten, und zwar so gut, daß sie kein Europäer von den echten indischen unterscheiden konnte, aber die Mauren entdeckten den Betrug dennoch, und zwar, woran niemand gedacht hatte, an dem eigenthümlichen Geruch , den diese indischen Zeuge hatten, und welchen man mit aller Kunst nicht hat nachmachen können. Indessen sind es freilich nicht bloß Guinees, welche die Mauren für ihr Gummi nehmen, sondern sie tauschen auch Flinten, Pulver und Blei, Messer u. s. w. dafür ein, und diese Waren sind so schlecht, als sie nur immer seyn kön nen — doch werden die Mauren freilich auch darin mit jedem Jahre klüger.
Wie reichlich der Ertrag der Gummiwälder seyn müsse, ergibt sich daraus, daß in den Jahren 1786 bis 1787 die Franzosen allein jährlich 800,000 Pfund, und die Engländer jährlich halb so viel einkauften. Man hat berechnet, daß man jährlich an zwei Millionen Pfund Gummi erhandeln könnte; und die oben erwähnten drei Hauptwälder könnten allein 1,200,000 Pfund zu dieser Summe beltragen. Einen vierten Gummiwald, der auch in der Sahara in der Gegend von Gueruf einige Meilen nördlich vom Senegal liegt, schätzte man zu 400,000 Pfund jährlicher Ausbeute, und einen fünften, siebe» Meilen nordwestlich von Gal am, eben so hoch.

