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Der wahre oder echte Brotbaum, welchen man in verschiedenen Inseln der Sudsee, am häufigsten aber auf Oraheit» findet, erreicht die Größe einer mittelmässigen Elche und gleicht derselben auch in der Form einigermas- sen, und die Blätter desselben, die in Farbe und Gestalt den Feigenblättern ähneln, erreichen oft den Wuchs von anderthalb Fuß. Sle sind oval, am Rande tief ein-- geschnitten, und geben einen weissen Milchsaft, wenn sie abgebrochen werden (etwa wie bei uns die Wolfsmilch). Die den nur wenig länglichten Melonen im Bau und Gestalt sehr ähnliche -Frucht wird etwa siben bis acht Zoll lang, oder erreicht» nach Blighs Angabe, die Größe eines zehnjährigen Kindeskopfes.
Die Oberfläche der Frucht ist netzförmig, die Haut sehr dünn, und der Kern klein. DaS darinn enthaltene Fle-sch hat die Farbe und die Lockerheit ernes fnschge- backenen Weitzenbrotes, wie es denn auch so ziemlich, wie die mtt Kartoffeln vermischte Krume des Weitzenbrotes schmeckt; — jedoch ist dieser Gschmack etwas süßlich.
Die Rinde des U r u oder Brotfruchtbaums läßt ern starkes und schwarzes Gummi hrrvorquellen, welches dle Südseeinsulaner statt des Pechs und Leims bei verschiedenen Geräthen, vorzüglich aber zur Erbauung ihrer Ka- nots benutzen. Würde man den Baum schlitzen, oder anbohren wollen, so würde man dieses Gummi in großer Quantität gewinnen können.
Das Holz des Baums, welches weich und gelblich ist, wird häufig von den Insulanern sowohl zur Erbauung ihrer Kanals, als auch ihrer Häuser benutzt, und hat d»e Eigenheit, daß es von Würmern nicht angefressen wird.
Der Bast wird, wie der Bast des Papiermaulbeer- baumS benutzt—nämlich der Otaheiter verfertigt sich seine Zeuge zu Kleidungsstücken daraus. Man schält nämlich von den jungen sieben bis achtjährigen Papiermau!-- beerbäumen, oder auch von den Brotbäumen die Rinde ab, bindet dieselbe in Bündel, und wässert sie einige Zeit in dem Wasser eines Baches ein, damit man desto leichter den Bast von der übrigen Rinde mit einer scharfen Muschelschale absondern könne. Man legt alsdann die

