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Phoenix dactiJiffera.

Die fingertragende Dattelpalme.

(Mit Abbildung)

Sie ist es, die man im südlichen Europa, namenl- jich in dem Paradiese Europas, in Valencia (in Spanien) angebaut har, wo man auch reichlich genug Fruchte davon gewinnt, wiewohl dieselben keineswegs von der Gute und Vollkommenheit sind, wie diejenigen, welche man in Aegypten, Syrien und den nahegelegenen Landern erbauet Zn der Sahara und am Senegal und in verschiedenen andern Landern Afrikas ist dieselbe ebenfalls häufig. Das ursprüngliche Vaterland derselben mag aber Arabien seyn. Der Araber und der Maure wurde in seinem waldlosen, sandigen und auf große Strecken von allem frischen Gemüß der Pflanzen beraub­ten Lande sehr elend seyn, wenn auch dieser wohlthätige Baum ihm fehlen sollte, der »hm so mannichfaltig nüitzen muß. Zn Aegypten nähren sich ganze Familien bloß von diesem Baume.

Da dieser Baum seine besten Früchts und feine ei­gentliche Stelle vorzüglich n: denjenigen Gegenden zu ha­ben scheint, wo die Hitze unerträglich ist, und der Bo­den sandig, so. ist es allerdings zu bewundern, daß er rm südlichen Europa so gut sortkommt, als es geschieht; denn man hat »n Spanien sowohl als auch in Portugal! kleine Wälder von Dattelbäumen.

Die Hohe, welche diese Palme erreicht, ist nach Al­ter, Boden und Himmelsstrich sehr verschieden, und geht von zwanzig und dreissig bis zu hundert und hundert fünf­zig Fuß. Die mittlere Höhe des Baums mag indessen 50 60 F. bei zwei bis 3 Fuß Dicke seyn. Der gerade dicke Stamm ist am Gipfel mit dr« bis vier Schuhlan- gen Zweigen (eigentlichen Blättern) besetzt, die gefiedert sind, und sich in einer scharfen Spitze endigen. Die Blätter an den Zweigen sind schilfähnlich und in der Mit­te zusammengefaltet. Da sie sich unterwärts beugen, so gebm sie einigen Schatten, welcher freilich angenehmer Werden muß, »renn die Zweige acht bis neun Fuß laug