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Zn seiner Bildung hat der Palmbaum viele Eigen­heiten, die ihn hinlänglich von andern Bäumen unter­scheiden. Der einfache, gerade Stamm hat, wie wir schon erwähnt haben, nirgends einen Zweig oder Ast, ja selbst die Krone besteht aus blossen Blättern, die man aber ihrer Stärke und Größe weg«« wohl für Zweige ansehen darf, indem sie zum Theil über zwanzig Fuß lang, und durch ihre eigene Schwere herabgebogen wer­den. Der junge Stamm treibt an seinem Gipfel eine solche Blarterkrone, die, wie der Stamm in die Höhe hmaufwachst, abfället, und an dem äußern Umfang kurze Hervor- ragungen oder schuppenarrige Stümpfe zurückläßt, welche dem Neger das Heraufklettern beträchtlich erleichtern. Man kann auch von dem Stamme »licht eigentlich sagen, daß er eine Rinde habe; wenigstens ist die äusserste Be­deckung des Stamms ganz anders , als die äussere Rinde unserer Bäume. Eben jene schuppenartigen Umgebungen vertreten bei diesen Bäumen gleichsam die Stelle der Rinde. Die Blätter sind bei einigen Arten gefiedert, bei andern wie Schirme gestaltet.

Die Blumen der Palmen kommen aus den Win­keln der Blätter hervor, in der Gestalt eines, mir einer Schelde bedeckten Kolben. Aus der geöffneten Scheide entfaltet sich die Blüthe in einem traubenförmigen Bü­schel. Die Blumenkrone t wie der Kelch, bestehen gewöhn­lich aus drei Theilen, so wie auch der Staubfäden mei- stentheilS drei sind. Bei manchen Palmen finden sich männ­liche und weibliche Blüthen jede besonders auf einem, bei andern, wie bei der Dattelpalme, auf zwei verschiedenen Stämmen. Dieser Palme, hat man vorzugsweise diesen Namen gegeben, und wir wollen mit derselben den An­fang machen, zumal, da man an dieser Palme zuerst und ( schon vor Jahrhunderten die Bemerkung machen mußte, und wirklich machte, daß die Blüthen des Pflanzenreichs von zweierlei Geschlecht wären, wiewohl man erst sehr spät das Geheimniß näher entdeckte , welches über die ge- sammte Pflanzenkunde so viel Licht brachte.