200

legr die Nester dieftr Ameisen nebst den Zweigen, auf welchen ste sitzen, in die Krone des Dattelbaums, von wo aus diese Thierchen ihre Ausfälle auf das Ungeziefer lhun. Auf den Märkten zu Moha sollen sogar solche Nester verkauft werden.

Cocos nucifera.

Die Kokospalme. *)

Diese Palme gibt an Werth und Nutzbarkeit der vo­rigen nichts nach, wo sie anders nicht dieselbe daran ubeitrifft. Sie gehört zu den Pflanzen mit halbgetrenn- ten Geschlechtern, wo Männchen und Weibchen auf ver­schiedenen Blumen, aber auf einem Stamme sitzen. Die männlichen Blumen haben einen dreigetheilten Kelch; die Blumenkrone spaltet sich in drei Blätter und hat sechs Staubfäden. Der Kelch der weiblichen Blrithen ist fünf­mal getheilt, die Blumenkrone dreiblättrig, und die Nar­be ebenfalls in drei Unterschiede getheilt. Man hat von dieser Palme, dre mit Recht in verschiedenen Gegenden zwischen den Wendekreisen, in beiden Indien, und auf den Ziiseln her Südfee sorgfältig angebaut wird, man­cherlei Abarten.

Die Hohe des knotigen, eurem Schilfrohr ähnlichen Stammes erhebt sich zu sechzig, achtzig, ja brs zu Hun­dert Fuß. Er bleibt gerade, und von der Wurzel an bis zum Gipfel fast von gleicher Dicke. An der Wurzel ist er fast zwei Fuß im Durchmesser stark. Oben am Gi­pfel, wo die Blätter anfangen, wird er stärker, als in der Mitte. Seine Zweige (oder eigentlich die Blattstie­ls) schließen bei ihrer Wurzel dicht aneinander, und brei­ten sich nach allen Seiten aus, und einige davon hangen herabwärts. Die Blätter sind drittehalb Fuß breit, lau­fen schmal nach vorn zu, oberwärts wle eine Rinne ver-

*) Eine gute Abbildung befindet sich davon ja Löhr's Elrmenlarbuch.