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tieft, und fangen erst einige Fuß von dem ersten Ursprung der Stiele am Stamme an, und haben mit den Schilf- blättern viele Ähnlichkeit. Diese Blätter sind anfangs geldlich und werden mit der Zeit grün.

Der Blumenbüfchel sitzen zwanzig und dreifsig an ei­nem gemeinschaftlichen Hauptstiel, und geben der Schei­de, m welcher sie zusammengepreßr liegen, eine dreieckige Gestalt. Em solcher Blumenbüschel sieht wie eine lange K rnähre aus. Da ein Kokosbaum fünf oder sechs sol­cher Blumenscheiden trägt, und jeder Büschel etwa zehn, bii. sechzehn Nüsse bringt, so läßt sich hieraus die un­gefähre Tragbarkeit der Kokospalme beurtheilen. Auf den Inseln um Ostindien sollen aber diese Baume nicht mehr als zwei bis drei Büschel auf einmal zur Blüthe bringen, daher denn bie Tragbarkeit eines solchen Bau­mes selten über dreissig Nüsse geht, da man hingegen auf den Bäumen des festen Landes wohl siebzig und acht- z g Nüsse auf einmal findet, die sich doch alle gegen die Gewalt der Stürme erhalten. Da die Fruchtbüschel mit ihren Suelen immer zwischen den Blattstielen oder Zwei­gen hero^rkommen, so hangen die Früchte dicht unter der Krone des Baums herab, rund um denselben herum. Uebrigens trifft man das ganze Jahr hindurch an dieser Palme Blüthen und Früchte zu gleicher Zeit, wiewohl jedoch zur Haupternte bestimmte Zeiten, in Amboina z. B. Oktober und November, genommen werden.

Die Nüsse sind von der Größe eines mittelmässigen Menschenkopfes, und länglicht rund, am Ende stumpf zugespiht nnd dreieckig. Einige derselben sehen rothlich, andere grünlich aus, andere wieder haben eine bleichgraue Farbe. Die äußere Hülle besteht, wiewohl sie äußer­lich glatt ist, inwendig dennoch aus einem faserigen Ge­webe. Dte Schale aber, welche den Kern zunächst um­schließt, wird hart, und so fest, daß man dieselbe drech­seln kann. An dem dickern Ende har diese Schale drei rundliche Flecken, die etwas anders gefärbt sind.

Sind diese Nüsse ausgewachsen, so ist der Kern, welcher etwa die Dichtigkeit eineS Haselnußkerns hat^ ei­nen Finger dick, und schließt einen angenehmen Saft in sich. So lange die Nuß nur halb reif ist, lst über­haupt noch kein eigentlicher Kern, sondern nur ein