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Cocos maldivica;
Seekokosnuß oder maldivische Kokosnuß, auch salomonische Nuß.
Man fand diese Nüsse seit langer Zeit am Strande der maldivischen Zn sein, wo sie angespült wurden, ohne daß man errathen konnte, wo sie wuchsen; man vermurhete, daß sie. Früchte wären von einem im Meere oder an den Klippen befindlichen Gewächse; ja man glaubte, daß diese Nuß von einem auf dem Boden des Meeres befindlichen Gewächse herkomme, von welchem sie zur Zert der Reife abfiele, und dann ihrer grös- sern Leichtigkeit wegen auf der Meeressiäche umherschwimme.
Sie ist von der Größe eines Manneskopfes, (wiewohl man auch kleinere Arten derselben haben will,) und besteht eigentlich aus zwei Nüssen, die in der Mitte durch eine Nath getheilt sind, und hat völlig die Gestalt eines Scrotums, ( oder HodenbeurelS;) die Farbe der Rinde ist schwarz. Diese Nuß nun ist in Hindoftan selbst eine Seltenheit , und wird außerordentlich hoch geschätzt. Zm Zahr 1602 brachte man die erste Nuß dieser Art nach Holland.
Das Ansehen hatte diese wunderbar gestaltete Frucht dem Glauben zu verdanken, daß sie außerordentliche Heilkräfte besitze, und vorzüglich die Schale, die den Kern umschließt, daS untrüglichste Gegenmittel gegen die stärksten Gifte sey. Darum verkaufte man diese Nüsse um so viel Silber, als sie wogen, und noch jetzt geben die hindostanischen Fürsten große Summen dafür, "um sich aus der Schale Trinkbecher verfertigen zu lassen, die reich mit Gold und Diamanten besetzt werden. Man fürchtet sich hier außerordentlich vor Vergiftungen, (weil man dieses Miltelchen selbst anwendet, um sich seiner Feinde und gefährlicher Personen zu entledigen) aber man glaubt, aus solch einer Schale getrunken, würde auck) das stärkste Gift wirkungslos werden. Die Fürsten auf den Maldiven wußten diesen Wahn ganz gut zu be»

