402
schmackhaftes Wasser darin, weldjei beim Oeffnen der Nuß oft wie eine Fontaine hervorspringt.
Zn einigen Gegenden Hcndostans wird diese Palme schon im sechsten Jahre, in andern Gegenden aber weit spater tragbar, doch aber immer früher noch, als die meisten andern Palmenarten.
Eine Art dieser Kokosnüsse hat unter der äußeren Hülle eine bleichrothe oder rostige Farbe, und selbst der' junge Kern sieht zuweilen ein wenig röthlcch aus. Eine andere Art hat überaus kleine und längliche Früchte, auch hat man einen Zwcrgkokosnußbaum, dessen Früchte so niedrig hängen sollen, daß sie die Schweine erreichen können. Eme etwas hochstämmigere Art derselben, die auf Ceylon wächst, gilt so hoch, daß die hochgelben dünnschaligen Nüsse von keinem gemeinen Manne dürfen gegessen werden, selbst dann nicht, wenn er solche Bäume auf seinem Grund und Boden hat, sondern sie gehören für der. Landesfürsten. Die Nuß selbst ist nur um etwas kleiner, als die gewöhnlichen Nüsse. — Mehrere Arten mit mehr oder minder kleinen Früchten sind in Ostindien überhaupt nicht selten, ja man will deren finden, die nicht größer als ein Hühnerei sind. Die Bäume, auf welchen dieselben wachsen, sind freilich auch viel kleiner, als die gewöhnlichen.
Merkwürdig ist vorzüglich eine Art dieser Kokosnüsse , die in dem gebirgigern und waldigern Theil von Martinique wächst, und vollkommen mir der hohen gewöhnlichen Kokospalme überein kommt. Nur sind die Früchte nicht größer als ein Gänseei, und Saft und Kern, ihrer äußersten Bitterkeit wegen, völlig ungenießbar. — Vielleicht ist beides, die Kleinheit der Frucht, und die Bitterkeit derselben, nur eine Art von Krankheit des gewöhnlichen Baums. Indessen findet man hier freilich auch noch einen andern, dem gewöhnlichen ganz ahn- Eichen Baum, dessen dickerer Stamm und dessen Blattstiele aber mrt Stacheln besetzt sind. Die Früchte sind «nw von der Größe eines massigen Apfels.
Zm hohen Ansehen aber steht in Ostindien die

