38
Diese schöne, reiche, und mit vielem Geist und Fleiße ausgeführte Komposition würde dem Meister einen hohen Rang unter den Landschaftsmahlern dieser Sammlung verschafft haben, wenn seine Farbenbehandlung weniger mar uierirt gewesen wäre.
Anton Fridrich Harms.
Als Verfasser der Tables historiques et clnonologiques des plus fameux peintres anciens et modernes, Brunswick 1742, bekannt. Vermuthlich ein Sohn des Hamburgs schen Künstlers Johann Oswald Harms.
108 . Auf Leinewand. 23| Zoll breit, 30 Zoll hoch.
Mit ausgezeichnetem Fleiße und der Natur getreu ist hier ein todter Hahn abgebildet, der mit den Füßen an einer Schnur, die an einem Nagel in der Mauer befestigt ist, aufgehangt, mit dem Kopfe und ansgespreitzten Flügeln an der Erde ruht. Nebenbei liegt eine todte Taube auf dem Rücken, etwas von dem Hahne bedeckt. Man sieht an diesen Vögeln, denen das Blut aus dem Schnabel geflossen, keine Wunde. Eine Distel, ein Brombeerstrauch und mehre, gut ausgeführte Pflanzen zieren das Gemählde, welches als eine Seltenheit zu betrachten ist.
Es ist bezeichnet: A, F. Harms 1735.
Johann Christoph Busch.
Geboren in .Braunschweig 1703; Eleve seines Vaters; arbeitete nach einer Reise durch England und Holland in Hannover und Hamburg, und erhielt zuletzt die berühmte Gemahldegallerie zu Salzdahlen unter seine Aufsicht.

