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Moses Valentin.

Geboren zu Colomiers in der Landschaft la Brie in Frank- reich, 1600; gestorben in Nom 1632 oder 1634. Er kam früh in Simon Vouets Schule, zog indeß bald nach Italien, wo er ein leidenschaftlicher Anhänger Carravagios wurde.

403 . Auf Leinewand. Oval. 24 Zoll breit, 30 Zoll hoch.

Halbe Figur. Portrait eines Mahlers von mittleren Jahren, der unter einem Baume sitzt. Von dem unbedeck­ten Kopfe hangt das Haar herunter. Er ist in schwarzem Wams und hat schwarze Kreide in der Hand, mit der er eine Landschaft aufs Papier zeichnet.

Bei Vatelet und Levesque lieft man von ihm, daß er es sehr wohl verstand, vom hellsten Lichte zu den stärksten Schatten überzugehen. Man liebt an ihm das kräftige Kolorit, das Hervortretende und die Rundung der Gegen- stände, welches er durch starke Halbschatten hervorbrachte. Gault de St. Germain sagt: Valentin habe Meisterwerke für große Gallerien und für den Unterricht in der Kunst Tinten zu mahlen hinterlassen. Diese seyen flüchtig, frisch und, bei dem hurtigsten Uebergang von dem lebendigsten Lichte zu den stärksten Schatten, durchsichtig.

Die Meinung dieser Kunstkenner wird durch vorlie­gendes Gemählde bekräftet. Man nimt an es stelle Claude Gelee vor; es ist aber mit dem von Sandrart gelieferten Portrait nicht übereinstimmend. Doch muß bemerkt wer­den, daß Claude bei Sandrart als ein schon bejahrter Mann vorgesiellt wird und Valentin starb, als Claude das 34ste Jahr erreicht hatte.