jjj 144 Gehe ich vorwärts oder gehe ich zurück
f! in Gott, die Wurzel alles christlichen Sinnes und
' Lebens. In diesem Glauben nehmen wir zu, in
dem Maße unsre Erkenntniß des Herrn als un- sers Heilandes in uns reicher, lebendiger und fester wird. Dies nennt der Apostel Paulus eingewur- j;l zeit und gegründet seyn in Christo *), wie der
|.i Baum in der Erde wurzelt, feststeht und seine
j; Früchte tragt. Der Glaube ist's, der das christ-
liche Leben befruchtet, denn er giebt und nährt die Liebe zu Gott und unserm Erlöser und diese , Liebe ermuntert zu einem willigen und dankbaren
Gehorsam gegen seine Gebote. Und nicht allein j; die Lust und den Trieb, sondern auch den Mnth
j und die Kraft giebt der Glaube, denn er ist der
j Sieg, der die Welt überwindet mit ihren Prü-
i- fungen und Versuchungen. Wie die Erkenntniß
unsrer selbst die Veranlassung und den Stoff dar- ! \ t bietet zum Gebet und Flehen, so giebt der Glaube
ST 1 uns hierzu Freimüthigkeit und innre Freudigkeit;
>1 dies macht unser Gebet wohlgefällig vor Gott
. ; :f und giebt uns die Zuversicht, daß wir nicht um-
^ sonst bitten. Wahrlich, fortschreiten auf dem gu-
1 ten Wege heißt auch im Glauben zunehmen,
r Aber nicht weniger in der Liebe. Die Liebe
j ist ein andrer Grundzug des christlichen Lebens,
*) Ephes. 3, 17.
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