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Das Leben des Christen,

warten sollen auf die selige Hoffnung und Er­scheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsers Heilandes Jesu Christi *).

Sehet denn hier die dreifache Rüstung, die der Herr uns anbietet, im Streite wider Welt und Sünde. Angethan mit dem Krebs des Glau­bens und der Liebe und mit dem Helm der Hoff­nung zur Seligkeit, können wir einem jeden, auch dem mächtigsten, Feinde muthig entgegen treten und dürfen des Sieges gewiß seyn; denn, seit­dem Christus der Schlange den Kopf zertreten, ist dem, der an ihn glaubt, kein Ding mehr un­möglich. So laßt uns denn Gott danken, der den Sieg in unsre Hand gegeben hat und täglich also gerüstet seyn zum Kampfe. Allein, höre ich hier Manchen seufzen, der sich sonst von dem Ge­sagten wohl überzeugt hat, gerade diese starke Rüstung fehlt mir, ich fühle meinen Glauben noch nicht so begründet, meine Liebe nicht so wirksam, meine Hoffnung nicht so lebendig, daß ich des Sieges gewiß seyn könnte. An wen könnte ich solche anders weisen, als an den Gott der Liebe, von dem jede gute und vollkommene Gabe kommt, der das Wollen und Vollbringen giebt und der keine demüthige Bitte, und be-

*) Zit. 2, 12, 13.