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Haltet an am Gebet!
dl'ngung Erhörung verheißen. Wie sehr auch der gnädige Gott uns Erhörung versprochen hat, und seine Treue, was er verheißen hat, auch halten wird, können wir doch von jeder Bitte, in ihrer Einzelheit, besonders wenn dieselbe auf Aeußeres Bezug hat, keine Erfüllung erwarten, ohne dem Herrn, als oberstem Weltregierer in sein Regiment zu greifen. Er bleibt in jeder Hinsicht oberster Regent, der seine Zusagen zu seiner Zeit, auf seine Weise und in dem von ihm bestimmten Maaße hält. Und eine solche Erhörung bleibt auch für uns, die wir hier im Glauben wandeln allerdings die beßte. Wenn alles, was wir im Einzelnen von Gott erflehen uns zu jeder Zeit gewährt würde, würden alle aufrichtigen Beter dadurch zu Propheten erhoben, die zum voraus wüßten und bestimmen könnten, was ihnen und der Welt begegnen würde. Zweitens kann es auch zuweilen geschehen, daß wir die Erhörung unsrer Bitten gar nicht inne werden und auch schwerlich bemerken können, wenn dieselbe gleich in der That statt findet. Das Hauptgebet der Christen ist immer die Bitte um geistlichen Segen und um die himmlischen Güter, und diese können wir nicht mit Händen greifen. Auch fehlt uns nicht selten die nöthige Selbsterkenntniß und die gehörige Aufmerksamkeit, um die Vermehrung der geistli-

