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finde ich mit guten Handlungen bezeichnet, deren ich mich noch mit Vergnügen erinnere? wie viele, die mich durch ihr Andenken beschämen und quälen? Wenn ich mein Leben nicht nach der Zahl der Jahre und Tage, sondern nach dem mehr oder weniger Guten, das ich mit Gottes Gnade gethan habe, berechnen darf: wie lange habe ich gelebt? gelebt meiner Pflicht, meiner hohen Bestimmung, — meinem Christenberuf gemäß? Und wie kurz, wie-unsicher ist meine Lebenszeit! Wie schnell und unbemerkt schwindet sie mir dahin, selbst in traurigen, und, nach meiner Empfindung langsam hinfließenden Stunden! Wie entfernt stellte ich mir manche Zeitpunkte vor, welche das Ziel meiner Wünsche waren. Nun da sie erschienen, erstaunte ich darüber, und wünschte nun wieder jene Stunden zu erkaufen, die mir einst so lästig waren. Mit jedem Augenblicke eilt mein Leben seinem Ende zu. Jeder Tag erinnert mich daran, wie unsicher ich auf den folgenden rechne. Aber ich bin diese Erinnerungen schon so gewohnt, daß

