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Drittes Gemälde.
Sie Glocken tönen, holdes Mädchen! sie rufen deine Hochzeitgäste zusammen, Tochter des Himmels, meine süße Aurora! Du schmückst dich mit Gold und Seide und Bändern und Perlen; aber den schönsten Schmuck, die größte Zierde trägst du in dir selber, dein reines, großes, unschuldiges Herz. Sanft wie der rieselnde Bach, hinter deinen Linden, sind sie hingeflossen die Tage deiner Jugend. Du kanntest keinen Schmerz, keine Leiden, keine Sehnsucht, keine fehlgeschlagene Hoffnung. Holder süßer Friede in deiner Brust, lag die ganze Welt lachend vor dir, sahst du alles im rosenfarbenen Gewand. Wird aber dieser Friede dich auch als Mutter und Groß-

