Emmerich, sollte nach einem so liederlich geV führten Leben noch vor mit da stehen, so gesund, so munter? Emmerich, ein Mörder, und sollte sich noch freuen können? Es ist unmöglich; oder es müßte alles lügen. Ein Mann, der so edel handelt, so groß, so unr eigennützig handelt, kann auch in seiner Zur gend me so tief gesunken seyn. Aber wie kam er zu den Schrammen? Diese Frage ängstet mich Tag-und Nacht. Wie- wenn er wirklich ein Mörder wäre. Und einen Mörder wolltest du lieben, und deine Hand geben? Nein, er kann kein Mörder, er muß unschuldig seyn! Mit solchen Gedanken schlummerte ich ein, und der schöne vollkommene Mann stand vor mir wie ein Bote des Friedens. Die Unschuld lächelte aus seinen Augen ; sein Königsblich war umdämmert von bittender Liebe. Wärest du doch hier, theu- rcs Mädchen, oder wenigstens Nicht so weit entfernt) um mir einen guten Rath zu cr- theilen. Ich will dir nicht alles, was man von ihm sagt, wieder erzählen, da es so ziemlich auf eins hinausläuft.
Ach

