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jedem Theil seines Amtes war er drum ein treuer Knecht, und wie er der Schule fleißig wartete, so that er den Kirchendienst, der häufig an ihn kam, zur großen Er­bauung der Gemeine, und in allen Dörfern der Gegend ward die Uhr gerichtet nach der vom Veitsberg, denn es hieß überall:Der Kalendermann kennt die Zeit am Besten." ^

Ist es heut zu Tage immer noch kein Kleines um einen guten und treuen Schulmeister, weil kein Amt mehr Sorgen und Grämen hat, denn seines, so war das zu des Justus Zeit, vor hundert Jahren, noch viel mehr der Fall. In Sommerszeit war wegen des Weidgangs fast kein Kind zur Schule zu bringen, und wenn im Winter der Schnee die Wege ungangbar gemacht hatte, so blieben die Schüler von den Ortschaften rings umher auch aus, und Dräuen und Strafen half auch nicht viel, weil man den Schlendrian gewohnt war, und Niemand da wär, der dem Schulmeister half. Doch wußte sich Justus selber zu helfen, er half sich nach dem Sprüchlein, das er sich selber gemacht:

Wer Kinder will zur Schule bringen,

Darf mit dem Stock nicht viel umspringen;

Die Furcht macht Schul' und Köpfe leer,

Die Liebe lockt und bauet sehr."

Und diese Liebe lockte und bauete auch in der Schule zum Veitsberg. Was auch der Schulmeister mit den Kindern tractirte, er brachte allezeit ein freundlich Ge­sicht dazu mit, und wußte neben dem Worte Gottes, das er fleißig trieb, auch manche andere Wissenschaft den Kindern angenehm zu machen. Lieder, die er selbst gedichtet, oder aus guten Gesangbüchern gewählt, und wozu er selbst die Weisen gemacht, sang er mit den