der Mond aufgegangen. Die Dächer des Dörfleins im ' Thale glänzten im Silberlicht und es war eine Helle in der Natur, daß man die entferntesten Gegenstände wie am Tage erkannte; nur schauerlicher war das Licht, nur dunkler die einzelnen Schatten von Häusern und Bergen und den Wäldern, die auf den Höhen hinzogeu. Solches Licht vermochte der Mond, der im ersten Viertel stand, nicht allein zu spenden, solches Licht kam von dem Kometen des Jahres 1744. Sein Kern hatte die Größe von mehreren Sternen zusammen, und erschien dem Auge von blauem Licht; und über den Stern hinaus ging ein Schweif in einer Länge von fünf Fuß, und von einer Stärke und einem Feuerglanze, daß das Auge nicht lange darauf haften konnte. Im Januar war der Komet aufgegangen, erst ganz klein und kaum erkennbar; dann hatten ihn Wolken bedeckt, und als der Himmel wieder hell ward und mit seinen Millionen Sternen sich schmückte, und der Mond aufging; da war es ordentlich, als wolle der Komet sie alle an Klarheit übertreffen; denn die Helle des Abends nahm ihm nichts von seinem wundervollen Glanze.
„Das hätten wir ja nicht besser treffen können, ihr Nachbarn," sprach der Büttner heiter lächelnd zu seinen Freunden. „Hatten wir uns doch heute hierher bestellt, von euch, Herr Justus, dieß Wunder Gottes uns verdollmetschen zu lassen; und nun thut.uns die Lieb' an, und sagt uns, was ihr von den Kometen haltet und was die Sterngucker von ihnen sagen. Wißt ihr, wie mir der Stern da oben vorkommt? Wie ein Tert aus göttlicher Schrift, und nun werdet ibr sein Ausleger, wir wollen eure Hörer sein."
„Ja, der Stern ist ein Wunder Gottes," sagte

