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„Hat man noch Geschwister?"
„Ja, ihr Edlen."
„Wie heißen sie?"
„Maria, Anna und Selma."
„Man kann abtreten," sagte in sichtbarer Aufregung der Alte.
Heinrich entfernte sich schweigend, und als er in's Gebüsch einbog, hielt ihn der alte Kammerdiener auf und fragte ängstlich:
Wie steht es? Hat er nach Name und Herkunft gefragt? " Doch wie Heinrich antworten wollte, schellte es stark aus dem Gartenhaus herüber, und bald darauf kam Siegmund, dem der Ruf der Schelle galt, mit starken Schritten vorüber und rief im Vorbeigehen: „Mein Herr ist in einer bösen Stimmung, ich soll den Buchhalter rufen. Gebe Gott, daß heute ein Wunder geschieht; denn ein Wunder muß der Herr an diesen harten Herzen thun, sonst werden sie nicht weich."
Betend für einen glücklichen Ausgang, und überlegend, wohin er sich wenden solle, wenn seines Bleibens hier nicht mehr sey, ging Heinrich seit einer Stunde in seiner Stube auf und ab; da kam Siegmund und beschied auch ihn in's Gartenhaus. „Seyd weise, klug und treu," sprach er flüsternd zu ihm, „von dieser Stunde hängt das Glück dreier guten Menschen ab. Geht in Gottes Namen hinein; ich will für euch beten."
Ohne sonderliche Angst trat Heinrich in das Zimmer, wo die beiden Alten ihn erwarteten. Der Buchhalter führte das Gespräch ; er wollte unbefangen scheinen, aber er konnte es nicht, er wollte Kreuz - und Querfragen thun, aber man merkte, wie ihm seine

