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bevor wir uns Rechenschaft abgelegt von unserm Tage­werk und Gott die Ehre gegeben. Laß uns Zeugniß ablegen von den großen Thaten Gottes an uns, denn er hat überschwänglich an uns gethan über Bitten und Verstehen. Er hat uns gegeben fromme Aeltern, die jetzt vor Gottes Thron stehen, und uns behütet in den Tagen unsrer Schwachheit, und uns eine frohe Kind­heit gegeben. Dann hat er uns in seine Uebungs- schule genommen, auf daß er unser jugendlich Herz be­wahre vor Sünd' und Schand', und es dem zuwende, vor dem ein reines Herz mehr gilt, denn Gold und Edelstein. Als wir müde wurden vom Warten, da hat er uns Obdach gegeben und Brod, daß wir satt wurden, und Kinder lieb und gut und treu. Und wir haben der Keines verloren, nur Eins, das wollte der liebe Gott uns droben auferziehen. Sie sind Alle ver­sorgt, und haben ihr Brod, und Heinrich sogar reich­lich. Laßt uns nicht gedenken der Mittagshitze, die unser Lebenstag hatte; das Weh, das uns falsche Brüder thaten, haben treue Freunde in der Noth reich­lich versüßt, von denen noch Viele leben, Etliche aber sind entschlafen. Es ist mir leid um dich, mein Bruder Scheuermann, ick habe große Freude und Wonne an dir gehabt, und auch um dich, Schwester Lindin! Ruht sanft ihr Freunde all, eurer Liebe will ich bald gedenken vor Gottes Thron! Ist doch die Nacht der Trübsal, die uns manchmal einhüllte, vergangen, ist doch der Morgen gekommen! Und auch die Nacht batte ihre Sterne und ich Hab' zu ihnen aufgeschaut, und bin Schauens nicht müde geworden. Ging einer unter, so ging ein neuer auf, und jeder hielt mir das Licht, ein­zuschauen in die Tiefe des Reichthums, beides der Weis-