wenigstens aus diesem Flusse Wasser bringen, welches auch deswegen in ganz Indien verführet wird. Auch werden öfters Gebeine der Verstorbenen dahin gebracht, und nahe am Flusse begraben, oder gar hinein geworfen; indem es Volksglaube ist, dieser Fluß führe gerade in's Paradies.
Gebräuche in Krankheiten.
Die Kranken stellet man dem Ixora dar, um die Genesung wiederum zu erlangen. Dem Kranken, der schon in den lehren Zügen liegt, und 'mit dem Tode ringt, schüttet man den Harn von einer Kuh über das Gesicht; denn die Kuh ist bey diesen Völkern sehr in Ehren*) und die Erzählungen von ihr, als von einer Gottheit sind überaus lächerlich. Die Gelehrten hingegen machen aus der Kuh nichts Göttliches; sondern
*) In unfern ostindischen Besitzungen hat die Kuh-Po- cken-Jmpfung ein ausserordentliches Glück geniacht. Die Braminen (Priester) welche alles, was von der -Kuh kommt, einer göttlichen Verehrung würdigen, verbreiten dieselbe schnell, und sie ist jetzt in Asien unter den Nahmen Amurtnm (Unsterblichkeit) bekannt.— Ferner heißt es: Die sogenannten Wilden in Nordamerika kommen selbst einige hundert Meilen weit nach Qnebcck, und Montreal, um dort Pockengift zu hohleil. —Bald scheint es, die Wilden werden manchen Europäer, die stch auf einen gebildeten Verstand nicht wenig zu gut thnn, aber noch immer aus Eigendünkel dieVaccination verwerfe», und ans

