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die sich dadurch z» Heiligen zu erheben glauben, M gleich vieles Geld. —
Die Bücher, welche die Religion und Philosophie der Indianer enthalten, nennet man gemeiniglich Bedas; (Vedam) es sind derer vier an der Zahl.
Seit undenkbaren Zeiten, wie Hdrr AbbeRaynal saget, hatten die Braminen, als die einzigen Aufbewahrer der Bücher, der Künste und Wissenschaften,*) und der sowohl bürgerlichen als religiösen Verordnun--- gcn, mit allem diesen ein solches Geheimnis gemacht, daß ihnen selbst der bevorstehende Tod in Mitte der Martern nichts hcrausbringen konnte.
Die allgemeinen Verfügungen und Einrichtungen der Gesetze bep den Bram inen stimmen mit den römischen Gesetzen überein. Ihre Gesetzbücher legen ihnen überaus viele Hochachtung gegen ihre Souverains an das Herz; empfehlen aber auch den Letztern auf's Scharfcste und Strengste die Rechtschaffenheit, die Weisheit und Wohlbedachtsamkeit in Leitung der Re- gierungsgeschafte. Die Erbschaftsgesctze sind in Indien beynahe eben so beschaffen, wie die unserigen.
Der größte Theil der Europäer, die in Indien gewesen sind, versichert, daß es wenige Völker gebe, bey
*) Die heutigen Bram inen, saget Herr von Archen- holtz, stehen als Philosophen und Gelehrte tief unter dem Ruhme ihrer Vorfahren; aber doch werden ihre Lehren als Priester blindlings von der ganzen Nation befolget; und auch in Ansehung profaner Wissenschaften sind sie die Quelle aller Kenittniße, die man in Jndostan findet.

