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Häusern, und unterhalten in dieser Absicht einen Kapellan, der zu dieser Amtsoerrichtung bestimmet ist.
Diese Völker haben verschiedene Festtage, und religiöse Feyerlichkeiten, die sie gewiß mit aller jener Ehrfurcht und Frömmigkeit begehen, deren die Asia- nur immer empfänglich sind.
Die 'Bewohner Tonquins, vollkommen eben so sberglaubisch, wie die Chkneser, und die übrigen Nationen Asiens, messen den Marktfchreyereyen ihrer Wahrsager sehr vielen Glauben bey; ja sie getrauen sich nicht einmahl, nur ein einziges Geschäft von Wichtigkeit zu unternehmen, ohne vorher diese schwärmerischen Betrüger zu Rache gezogen zu haben. Die Leichenbegängnisse sind bey diesen Völkern sehr prächtig und feyerlich.
Der Aufwand, der Glanz, die Pracht, welche dieses asiatische Volk bey den Begräbnissen seiner Könige veranstaltet, übcrtrifft alles, was man nur immer in ähnlichen Fällen bey allen andern Völkern der Welt zrr finden, und zu sehen im Stande ist.
Die Krönung der Könige Tunkings ist mit einer . grossen Anzahl gottesdienstlicher Ceremonien vergesellschaftet; in's Besondere aber findet dabey eine beträchtliche Menge Opfer statt. Es werden bey einer solchen Gelegenheit, nach guten ünd glaubwürdigen Berichten, Mehr als hundert tausend Opserthiere geschlachtet.

