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Die hochzeitlichen Eeremvnien werden bey den Ja-, ponesern mit einer solchen Pracht und Herrlichkeit ge- feyert, die den Lurus dieser asiatischen Nation genug­sam an den Tag legen.

Es ist in Japan Gewohnheit, ihre Verstorbenen zu verbrennen. Ihre Trauer - Ceremonien und Leichenbe­gängnisse sind ebensalls ihrem Hange zum Lu/us ganz angemessen.

Bey diesen Völkern, so wie bey den Chinesern, bring: cs der alte Gebrauch mit sich, alle Jahre ejn Seelensest zu seyern. Diese Feyerlichkeit dauert ge­wöhnlich zwey Tage.

Ich würde es mir selbst nicht verzeihen können, wenn ich diesen Abschnitt von den Japonesern schlöße, ohne hier die Worte des Herrn Abtes Millot, welche theils zu dem bisher Gesagten ein wichtiger Beytrag sind, theils aber auch' dem heiligen Christenthume die ihm mit allem Rechte gebührende Ehre ertheilen, wörtlich auszuschreiben- Sie lauten so:

Auffallend sonderbar, und eben deswegen sehr merkwürdig ist die Achnlichkeit vieler Religionsgebrau- che in Japan mit den unserigen.

Hierarchische Verfassung, eine Art von Heilig­sprechung, Prozessionen und Wahlfahrten, klösterliche Strenge und Bußübungen, Lampen und Wachsker­zen in den Kirchen, eine Art vom Rosenkränze beym Gebethe, die Lautung der Bethglocken zu gewissen Stunden, u. s. w. und was insonderheit befremden muß, das dort gebräuchliche Zeichen des Kreuzes, das

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