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ihnen in den Ersten drey Jahrhunderten viele Verfol­gungen von. Juden und Heiden zu, worunter besonders zehn sogenannte Hauptverfolgungen vom Jahre 63. bis 303. waren, die jedoch insgesammt das Christenthum nicht ausrotten konnten. Endlich machte der Kaiser Constantin mit dem Beynahmen der Große, das Chri- sienthum zur herrschenden Religion im römischen Reiche»

Von dieser Zeit an ward der bisherige einfache Gottesdienst mit mehr Pracht gefeyert, und die Bi­schöfe erhielten sehr große Vorzüge. Rom war damahls die berühmteste Stadt in der bekannten Welt, und die Kaiser hatten bis Konstantin ihren Sitz daselbst. Von Rom aus ward das Christenthum in viele andere Ge­genden des Reichs ausgebreitet.

Die zwischen den Bischöfen von Rom und von Kon? stantinopel über verschiedene Gegenstände entstandenen Streitigkeiten verursachten eine Trennung unter den Christen, woraus die griechische, und lateinische oder römische Kirche entstanden.

In der letztem brachte Dr. Martin Luther fine neue Trennung hervk., welche der Lutherischen, Calvini- schen oder Reformieren, und der englischen Kirche den Ursprung gab, welche drey letzten unter dem allgemei­nen Nahmen der Protestanten begriffen werden. Die- semnach ist das christliche Europa vornehmlich in drey Haupt - Religions - Partheyen, die Griechische, Römi- sche und Protestantische gctheilt.

Die griechische Religion, welche in Rußland herr­schet, wird in der Türkey, Ungarn und Siebenbürgen geduldet. Die römisch katholische Rligion ist die herr­schende in Portugal, Spanien, Frankreich, Italien,